Züchterin Christiane Lassowski

 

Kayla

 

12.09.2002 - 15.01.2011

Ein kleines tapferes Herz  hat      aufgehört zu schlagen.

Wir haben um Dich gekämpft                       und Du hattest noch fast sechs                           gute fröhliche Jahre. Nun aber war           Deine Kraft am Ende und wir haben                 nicht mehr gekämpft, sondern Dich schweren Herzens dahin gehen lassen,      wo Du frei von Schmerz und Angst         Deine Ruhe finden konntest.                     Schlaf schön!

 

 

 

Tschüss, Baltica !

Seit Wochen wütet ein Maulwurf in unserem Garten. Das hat es all die Jahre, die wir mit Dir verbringen durften, nicht gegeben - Maulwürfe waren Deine Spezialität. Dieser jetzt jedoch hat Dich nicht mehr interessiert - ein Zeichen dafür, dass Du müde warst, dass Deine Kraft am Ende war.

Fast 15 Jahre hast Du uns begleitet und mitunter warst Du auch jetzt noch so, wie wir Dich kannten: Der immer fröhliche, immer aufdringliche und vor allem immer hungrige Hund, den nichts aus dem Lot bringen konnte und dessen Herz nichts wusste von Falschheit oder Bösartigkeit.

Doch diese Phasen wurden weniger. Mehr und mehr zogst Du Dich zurück in eine Welt, in der Du Dich nicht wohl fühltest und in der wir Dir nicht folgen konnten. Demenz beschränkt sich eben nicht auf Menschen.

Aber Tiere müssen sie nicht erdulden und so haben wir Dich nun schweren Herzens erlöst. Doch Du lebst weiter in all Deinen Nachkommen. Sechs Würfe mit insgesamt 32 Welpen hast Du mal eben so mit links großgezogen und Dein grundgutes Wesen ebenso konsequent weitergegeben wie Deine körperliche Korrektheit. OK, als der liebe Gott die Eleganz verteilt hat, warst Du nicht da. Wahrscheinlich gab es woanders gerade etwas zu Futtern und da standest Du garantiert in der ersten Reihe an, Aber "Nero vom Golf" war da und in mehrfacher Verbindung mit ihm hast Du den "Lachsenbach"-Typ kreiert, der sich jetzt bereits in fünfter Generation immer wieder durchsetzt. Du bleibst die Säule unserer Zucht und Dir ist jeder Erfolg zu verdanken.

Aber nicht nur dafür danke ich Dir. Du und ich, wir hatten Zeit Deines Lebens eine Auseinandersetzung über das Thema, welche Mengen ein normaler Standardteckel täglich fressen muss, und die Frage, ob man eine Taille braucht oder nicht. Aber abgesehen von diesem Dauerbrenner warst Du einfach ein toller Familienhund, mit dem unsere Kinder groß geworden sind und dem kein Blödsinn jemals zu viel wurde. Verlässlich, gelassen und unkompliziert, ein herrlich "normales" Bindeglied zwischen Deiner durchgeknallten Mutter Imme, die immer unter Strom stand und nur darauf aus war, irgendwo "ein Fass" aufzu-machen"- und Deiner allürenhaften Tochter Flause, die sich einbildet, eine Prinzessin zu sein und mindestens dreimal pro Woche über irgendetwas "not amused" ist.

Nun hast Du Deine letzte Ruhe neben Deiner Mutter gefunden. Wir werden Dich nicht vergessen. Nicht Deine Angewohnheit, Gräben grundsätzlich zu kurz zu nehmen (was Dir Deinen Spitznamen "Plumps" eintrug), nicht Deinen legendären "Eisprung" und vor allem nicht Dein grenzenloses Vertrauen darauf, dass Dir auf dieser Welt gar nichts Böses widerfahren konnte. Es war berechtigt,  Dir ist auch nichts geschehen. Ein Kreuzotterbiss in Dänemark wäre Dir zwar fast zum Verhängnis geworden, aber abgesehen davon hast Du den Tierarzt nur zum Impfen gesehen. Ein durchweg gesundes, rundum schönes und erfülltes Hundeleben ist zu Ende gegangen.

Tschüss, Baltica !

 

* 14.02.2005  † 16.03.2010
"No Angel vom Lachsenbach"

Meine Angel !

Heaven must have been missing an angel 

        

 

Dein Leben war die Jagd, Deine Spezialität die Tiefbau-arbeit. Du warst zwar grundsätzlich ein sehr leichtführiger, folgsamer Hund. Aber Job ist Job und manchmal ( oder „immer öfter“) muss ein Teckel eben tun, was ein Teckel eben tun muss. Wie oft hast Du mich stundenlang warten lassen , wenn Du irgendwo unterirdisch geschuftet hast, die Behänge voller Dreck und also gar nicht in der Lage (aber erst recht nicht willens), Ruf oder Pfiff zu hören. Wie oft habe ich gedacht: „Du blödes Vieh, ich hab jetzt echt die Nase voll davon !“ Wie gern würde ich jetzt tagelang warten, wenn ich nur wüsste, dass Du irgendwann fröhlich pfeifend um die Ecke kommen, mir Deinen  „Ist-was ? Reg Dich wieder ab“-Blick zuwerfen und dann vor der Autotür tänzeln würdest nach dem Motto: „Fahren wir jetzt endlich mal nach Hause oder was ?“

 

Deine Leidenschaft waren Füße und Hausschuhe. Die haben Dich Dein Lebtag fasziniert und wenn Deine Krallen dann bereits am frühen Morgen für eine nachhaltige Massage der nackten Füße sorgten,  kam ein genervtes  „Man, Angel, lass das doch mal“. Wie gern würde ich jetzt wieder mit zerkratzten Füßen herumlaufen oder meine Hausschuhe aus Deinem Körbchen holen müssen.

Noch immer fällt es mir schwer, zu begreifen, dass Du nicht mehr da bist. Klar, der Alltag hat einen bald wieder und das Leben geht ja weiter. Aber wenn dann Ruhe einkehrt, kommt sie dann dafür mit doppelter Wucht: Die Leere, die da ist, wo vorher Dein Brummen aus dem Körbchen kam. Wir haben uns immer gefragt, warum Du wohl brummtest. Oder warum Du so gern an der Innenseite Deines Oberschenkels genuckelt hast – ein fürchterliches Geräusch, welches Dir ganz viele „Angel – Aus !“-Rufe eingetragen hat. Wie gern würde ich dieses Geräusch jetzt wieder hören

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                             

 

  

  

 

 

Wie bringt man einem Dänen bei, 
dass dieses unser Dackel sei,
wenn man des Dänischen nicht mächtig
und auch sein Deutsch nun gar nicht prächtig ?
 
Am Ende hat`s dann funktioniert 
Und er hat`s schließlich doch kapiert.
So hatten wir`s wieder, das gute Stück.
Hatten jetzt wir oder Imme Glück ?
 
Ich denke mal, wir, denn war`s auch nie leicht,
so bleibt dieser Hund doch wohl unerreicht.
Er lehrte uns Fluchen, Humor und Geduld,
ein intelligenter Hund – stets ohne Schuld !
 
Nun ist sie nicht mehr, 
das zu glauben fällt schwer. 
Nun kann die Haustür offen steh`n, 
bei den Nachbarn ist man nun gern geseh`n.
 
Das alles gäb`ich gerne her, 

 wenn Imme noch am Leben wär`.

 
                                                   C.L. 12/2004
Zu Menschen charmant und liebenswürdig,   
doch niemals geduckt oder unterwürfig.
Ein Weichei stets, wenn`s um sie selber ging,
ein Dorn in der Pfote – als ob`s Leben dran hing !
 
Zuhause der Chef, auch wenn sie so tat,
als ob Mensch manchmal was zu sagen hat. 
Sie hat uns geliebt, doch nie ernst genommen,  
ob man sie rief oder nicht – sie ist nie gekommen.
 
Wie oft haben wir uns zum Affen gemacht ?
Wie oft wurden wir von den Leuten belacht,
wenn sie froh um die nächste Ecke verschwand
und immer so tat, als ob sie uns nicht kannt` ?
 
Wie oft haben wir diesen Hund gesucht,
ihn dabei tausendmal verflucht,   
doch riss sie auch für ihr Leben gern aus,
 so fand sie doch immer den Weg nach Haus.
 
Oft wurde sie auch, wenn „verloren gegangen“,
von wohlmeinenden Mitmenschen eingefangen. 
Mit Polizei und Tierschutzverein
kam sie dann letztendlich doch immer heim.
 
Noch in Dänemark jetzt ist sie abgehauen,
wir wollten unseren Augen nicht trauen:
Am Leuchtturm war sie angebunden,
der Leuchtturmwärter hat sie „gefunden“.
"Ilka vom Ahsetal" genannt Imme

 

 
Sie war ein Dackel zu 100 Prozent,
so, wie man heut nur noch wenige kennt:
Furchtlos, rotzfrech, `ne Supernase,
der sichere Tod für Fuchs, Dachs und Hase.
Band nach unten:  † 01.12.2004
Imme – in memoriam
Sie konnt`weder „sitz“ noch „Platz“ noch  „bei Fuß“, 
weil sie nicht fand, dass man das können muss !
Was sie nicht wollte, passierte nicht,
Befehlsverweigerung mit Lachgesicht !
 
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in memoriam
"Baltica vom Lachsenbach"

    * 02.05.1995    †  07.09.2009

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