












No Angels schöne
Dackelnase
Fräulein Vorwitz kann nicht
hören. Sollt`doch nicht die Flause stören,
die in der Kiste liegt und hütet, sieben Kinder, gerade ausgebrütet.
Angel macht den Hals ganz lang,
steckt durch das Einschlupfloch den Fang. Flause warnt mit lautem
Grolle,
Angel denkt: „Was will die Olle ?
Ist doch auch sonst so lieb und
heiter, ich schieb die Nase einfach
weiter, denn irgendwas ist
hier gescheh`n
und das will ich genauer sehn !“
Oje, den Ernst zu spät
geschnallt ! Plötzlich hat`s fürchterlich geknallt.
Ein Quiek, ein Schrei, ein großer Schreck, so schnell ist mal
`ne Nase weg !
Angel nimmt flugs den
Rückwärtsgang, knallt mit dem Popo gegen`n Schrank,
und ward seitdem nicht mehr geseh`n
in der Küche, wo die Babys steh`n.
05.09.2005 :
No Angel, knapp sieben Monate alt, nach der Geburt unseres „O“-Wurfs.
C.L.09/2005
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Bedienungsanleitung
Typ:
Teckel
Modell: Baltica
Erstzulassung: 02.05.1995
Farbe: ganz schön grau
Antrieb: quattro
Verbrauch: enorm
Auspuff: nicht immer in Ordnung
Laufleistung: subjektiv eindeutig zu hoch
Zuverlässigkeit: 100 %
Dieses Modell aus dem Hause „Lachsenbach“
bedarf absolut keiner besonderen Pflege oder Aufmerksamkeit. Es
genügt, wenn es permanent im Mittelpunkt steht, alle paar Minuten
ausgiebig gestreichelt und stündlich gefüttert wird. Zwischendurch
das eine oder andere Leckerli, wobei schon ein nur handtellergroßes
Schweineohr ausreicht, Baltica für die nächsten 10 Minuten
zufriedenzustellen. Nun ist nur noch auf ein warmes, weiches,
kuscheliges, zugluftfreies, nicht von anderen Modellen besetztes
Schlafplätzchen, an kalten Tagen gern mit Zusatzüberwurf oder
Wärmflasche für die alten Knochen, zu denken und schon war`s das.
Der Weg zum Wassernapf sollte allerdings nicht zu weit sein
und im
übrigen träumt dieses Modell schöner, wenn man ihm gelegentlich
(also ca. 10 x am Tag) mit freundlicher, nicht zu lauter Stimme eine
Geschichte erzählt oder ein Lied vorsingt. Bei der Wortwahl ist auf
Wiedererkennungswert und angenehme Assoziationen zu achten und das
früher sehr geschätzte Wort „Gassi“ daher unbedingt zu vermeiden.
Fazit: Mit diesem Modell hat man so wenig zu
tun, dass man seine Anwesenheit glatt vergessen könn
C.L. 06/2008



Dackelmaße
Es gehört der Dackelhund
seit Alters her mehr lang als rund.
Doch Baltica,
die stört das nicht.
Sie wär so gern ein Schwergewicht
mit einem dicken Wohlstandsbauch,
„quadratisch“, findet sie, „geht auch.“
Ach,
wenn man nur sein Herrchen hätt`, dann wär das
Leben richtig nett. Doch da man auch
ein Frauchen
hat,
wird man hier niemals richtig satt.
Ein strenger
Blick und Herrchens Hand,
die g`rade unter`m Tisch verschwand mit einer leck`ren Köstlichkeit,
ist plötzlich unerreichbar weit.
Herzlos und kalt
ist diese Frau,
denkt selten nur an den Wauwau.
Und wenn, dann nur zu Fitnesszwecken, tagtäglich `rum um tausend
Ecken.
Nein, Baltica,
die mag das nicht.
Ist doch so gar nichts für`s Gewicht. Kaum ist ein Pfündchen angefressen,
kann man`s auch schon wieder vergessen.
Warum nur zieht
bei Frauchen nicht
dieses „Ich-hab-so`n-Hunger“-Gesicht ? Man kann doch jeden Gast erreichen
mit diesem Blick, zum Stein erweichen.
Die „Alte“ aber
ist immun,
da kann man leider gar nichts tun.
Zweimal am Tag gibt` s Futter nur,
Tierquälerei in Reinkultur !
Besser wäre jede
Stund`,
denkt Baltica, der Dackelhund.
Daueransicht unserer
Baltica seit dem 02.05.1995.
C.L. 05/2008
Dackel jagen
Ich kann nicht hören, trotz der Ohren,
die mir recht lang sind angeboren,
zum Schutz wohl des Gehöres Gang,
so dringt nie durch, was man verlangt.
Nie mach ich das, was ich g`rad soll,
und Frauchen ruft: „Das Maß ist voll !“
Sie schimpft mich aus, sehr laut, sehr
feste, und sperrt mich in`s WC der Gäste,
auf dass ich in mich gehe dort !
Nun denn, ich nutze diesen Ort
zu
dem ihm angestammten Zwecke
und setz `nen Haufen in die Ecke
aus
Protestkundgebungsgründen.
Wie wird Frauchen das wohl finden ?
Nicht
gut ! Ich hab`s mir gleich gedacht
und drum mich aus dem Staub gemacht,
als Frauchen kam, sich zu vertragen. Nun muss sie
wieder Dackel jagen.
23.05.1996: Imme, die schamloseste und
charmanteste Brecherin sämtlicher Gesetze und Herzen, nach (bzw.
vor) einer ihrer unzähligen Missetaten und wieder einmal Opfer eines
der unzähligen vergeblichen Erziehungsversuche.
C.L. 06/1996
Kayla wird große Schwester
Vom Lachsenbach gibt`s frohe Kunde:
Flause hat wieder kleine Hunde !
Zwei Jungs, sechs Mädchen, das sind acht, prima hat sie das
gemacht !
Alle munter, kugelrund – wie`s scheint,
also alle gesund. Wir freu`n uns auf die
Aufzuchtzeit, das Chaos komme, wir sind bereit !
Klein-Kayla wird`s dann besser geh`n. Momentan kann sie das nicht
versteh`n. Was quietscht denn hier, was maunzt denn da ?
Das klingt alles recht sonderbar !
Ich geh da besser nicht dicht ran, falls Mama das
nicht leiden kann, weil ihr die Kleinen lieber
sind. Dabei bin ich doch auch ihr Kind !
Und was für eins, sie sollt sein stolz, bin ich doch
aus recht gutem Holz !
Bin Landesjugendsieger schon und Deutscher
Jugendchampion.
Wassertauglich und schussfest, bestand ich den
Begleithundtest. Spurlaut, na ja, war nicht mein
Tag, kein Grund, dass Mama mich nicht mag.
Doch Gott sei Dank hat man Verwandte: Uroma, Oma und auch
Tante,
die spiel`n mit mir, die kümmern sich,
da brauch ich meine Mama nicht !
Soll sie doch putzen, hätscheln, pflegen diese acht
kleinen Nervensägen ! Doch, Mama, wenn ich
ehrlich bin, ich glaub, das alles hat kein`Sinn:
Rund der Kopf, kurz der Behang, und auch der
Rumpf nicht wirklich lang. Kannst füttern und betüteln
sie, das werden keine Dackel, NIE !
03.12.2003: Kayla ist 15 Monate alt und anlässlich der Ankunft des
M-Wurfes ganz aus dem Häus`chen.
C.L. 12/2003
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Ich nicht
!
Frauchen mag
Sonja.
Ich nicht !
Sonja schneidet uns die Krallen.
Das passt mir nicht.
Beim Tierarzt hat das immer wehgetan. Bei Sonja nicht.
Trotzdem !
Ich mag Sonja nicht.
Bei Sonja kann man nicht zicken.
Das passt mir nicht.
Eigentlich will ich gar nicht zicken. Trotzdem !
Ich bin `was Besonderes.
Sonja würdigt das nicht.
Ich mag Sonja nicht.
Bei Sonja gibt`s hinterher Leckerlis. Ich
nehm nichts von Sonja.
Soweit kommt das noch !
Die anderen kauen zufrieden,
ich nicht.
Das riecht gut.
Nein – ich nicht !
Sonja schiebt mir meins hin.
Ich mag Sonja nicht !
Sie lässt es ganz dicht vor mir liegen. Ich bin nicht
bestechlich !
Ich mag Sonja nicht !
Baltica ist fertig.
Jetzt will sie meins.
Ich leg die Pfote drauf.
Ich zeige einen Eckzahn.
Ich knurre.
Aber ich fress das nicht !
Ich mag Sonja nicht !
Ich schnupper nur mal.
Ich fress das nicht !
Kann Sonja lange drauf warten.
Ich nicht !
Ich leck nur mal dran.
Ich mag Sonja nicht !
Ich mag sie nicht !
Hat sie´s endlich kapiert ?
Ich bin nicht käuflich !
Ich mag Sonja nicht !
Ich beiss nur mal ab.
Das schmeckt gut.
Aber wer bin ich denn ?
Ich beiss noch mal ab.
Bild Dir bloß nichts drauf ein !
Ich mag Sonja nicht !
Ich nicht !Nun fress ich den Rest.
Weil er ja weg muß.
Weil Baltica sonst zu dick wird.
Weil er schmeckt.
Aber ich mag Sonja nicht !
Hast Du noch mehr davon ?
Fass mich bloß nicht noch mal an ! Keine
Vertraulichkeiten bitte !
Lass das Streicheln !
Frauchen mag Sonja.
Das Streicheln ist schön
Ich mag Sonja nicht !
Ich doch nicht !
Oder doch ?
09.09.2004: Flause im ewigen
Zwiespalt zwischen ihrem Prinzessinnen-Gehabe und der Tatsache, dass
sie leider eben doch nur ein ganz normaler und zudem sehr
liebenswürdiger Dackel ist. C.L.09/2004 |


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